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DSGVO-konforme KI-Tools auswählen - ohne Datenlehre

DSGVO-konforme KI-Tools auswählen - ohne Datenlehre

KI-Tools sind schnell eingesetzt. Schwieriger ist die Frage: Was passiert eigentlich mit den Daten, die Sie dort eingeben? Eine kurze Anleitung für kleine Betriebe.

Das Problem mit den meisten KI-Tools

ChatGPT, Claude, Gemini - alle lassen sich in Sekunden nutzen. Aber: Alles, was Sie eingeben, kann gespeichert, verarbeitet und für Trainingszwecke verwendet werden. Für private Notizen egal. Für Kundendaten, Vertragsentwürfe, Auftragsinformationen ein echtes Problem - DSGVO-technisch und geschäftlich.

Wer Kundendaten in öffentliche KI-Tools lädt, gibt sie weg. Ohne Wenn und Aber.

Die drei Fragen, die jedes Tool bestehen muss

Bevor Sie ein KI-Tool im Unternehmen einführen, klären Sie:

1. Wo werden die Daten verarbeitet? In der EU? In den USA? Woanders? Außerhalb der EU braucht es einen sogenannten Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln - und oft trotzdem ein Risiko.

2. Werden Daten für das Training verwendet? Die meisten kostenlosen Tools ja. Bezahlte Enterprise-Versionen oft nicht. Genau hinschauen, was in den AGB steht.

3. Gibt es eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV)? Wenn ja, gut. Wenn nein: Finger weg für personenbezogene Daten.

Welche Tools für welche Zwecke

  • Für interne Texte, Entwürfe, Ideen: Free-Tools okay - solange keine Kundendaten drin sind.
  • Für Kundendaten, Verträge, E-Mails: Nur Tools mit AVV und EU-Hosting. Alternativ: lokal gehostete Open-Source-Modelle (Llama, Mistral) - mehr Aufwand, aber volle Kontrolle.
  • Für Bilder und Produktfotos: Achtung bei Personen - DSGVO greift. Tools nutzen, die keine Uploads speichern oder freigeben.

Drei pragmatische Regeln für den Alltag

Regel 1: Namen rausschmeißen. Bevor Sie ein Dokument in ein KI-Tool laden, anonymisieren - „Kunde A" statt „Herr Müller aus Mainz". Oft reicht das für die Bearbeitung völlig.

Regel 2: Nichts reinladen, was Sie nicht teilen würden. Wenn Sie die Daten nicht per E-Mail an einen Unbekannten schicken würden, gehören sie auch nicht in eine öffentliche KI.

Regel 3: Dokumentieren, was Sie nutzen. Eine kurze Liste der Tools, die im Unternehmen eingesetzt werden, genügt meist. Wichtig für die DSGVO-Dokumentation.

Datensparsamkeit ist kein Widerspruch zu KI - sie ist die Voraussetzung, KI im Unternehmen verantwortungsvoll zu nutzen.

Was für kleine Betriebe realistisch ist

Sie müssen kein DSGVO-Experte werden. Drei Dinge reichen meistens:

  1. Ein Tool mit AVV für alles, was Kundendaten berührt.
  2. Anonymisierung als Standardregel fürs Team.
  3. Eine kurze Tool-Liste als Doku.

Wenn Sie unsicher sind: Ich hilft bei der Auswahl, beim Setup und bei der Schulung Ihres Teams - ohne Juristendeutsch, ohne übertriebene Bürokratie. KI soll helfen, nicht Angst machen.

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Schreiben Sie mir — ich helfe gerne weiter.

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Patrick Walter
Über den Autor

Patrick Walter

Gründer von WLTR. Ich digitalisiere lokale Geschäfte in Rheinhessen — von der Website bis zur Schnittstelle, persönlich und verständlich.